Gewinnfreibetrag für österreichische Unternehmer

Wie Steuer sparen mit dem Gewinnfreibetrag

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Österreichische Unternehmer können im Rahmen des sogenannten Gewinnfreibetrags mit bestimmten Investitionen und Wertpapieren Ihren Gewinn senken und damit Steuer optimieren. Nutzen Sie unseren Gewinnfreibetrags-Rechner. Informieren Sie sich hier, welche Voraussetzungen gelten und wieviel Steuer Sie sparen können:

  • Welche Voraussetzungen müssen erfüllt sein?

  • Wieviel Gewinnfreibetrag kann man ansetzen?

  • Für welche Investitionen gilt der Gewinnfreibetrag?

  • Welche Wertpapiere dürfen gekauft werden?

  • Welche sonstigen Aspekte gilt es zu beachten?

 

Wieviel Gewinnfreibetrag kann man ansetzen?

  • 13% vom Jahresgewinn für die ersten € 175.000 des Gewinnes (bis 30.000 € gilt quasi ein automatischer Gewinnfreibetrag, also auch ohne Investition)

  • 7% für die weiteren € 175.000 und

  • 4,5% für die weiteren € 230.000

Damit beträgt der maximale Gewinnfreibetrag € 45.350 bei einem Gewinn von € 580.000, was in der Regel eine maximale Steuerersparnis von € 22.675 ergibt.


GEWINNFREIBETRAGS-RECHNER

 

Welche Voraussetzungen müssen erfüllt sein?

  • Natürliche Person (auch als Mitunternehmer), also Einzelunternehmer oder Personengesellschafter

  • Betriebliche Einkunftsart (Land- und Forstwirtschaft, Selbstständige Arbeit, Gewerbebetrieb)

  • Einnahmen-Ausgaben-Rechnung oder Bilanzierung

  • Keine Betriebsausgaben-Pauschalierung (hier steht der Grundfreibetrag bis € 30.000 Gewinn zu)

Für welche Investitionen gilt der Gewinnfreibetrag?

  • bestimmte Wirtschaftsgüter mit einer Mindestnutzungsdauer von vier Jahren (nicht dazu zählen z. B. Pkws, gebrauchte Wirtschaftsgüter und geringwertige Wirtschaftsgüter). Diese verringern im Anschaffungsjahr den Gewinn und werden zusätzlich auf die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer abgeschrieben.

  • Wertpapiere nach § 14 Abs. 7 Z. 4 des Einkommenssteuergesetzes entsprechen (bestimmte Anleihen und Fonds)

 

Welche Wertpapiere dürfen gekauft werden?

Begünstigt ist der Kauf von Wohnbauanleihen, bestimmte Einzelanleihen und spezielle Anleihen-, Misch- und Immobilienfonds, die unter § 14 Abs. 7 Z. 4 des Einkommenssteuergesetzes fallen:

  • EUR-Anleihen mit einer Restlaufzeit von mindestens 4 Jahren; allerdings keine Endlos-Anleihen

  • Garantiezertifikate

  • Gemischte Fonds

  • Anleihefonds

 

Bei der konkreten Auswahl von Wertpapieren, die diese Anforderungen erfüllen, können wir Sie gern unterstützen.


Häufige Fragen zum Gewinnfreibetrag

> Bis wann müssen die Investitionen wie etwa Wertpapierkäufe getätigt werden?

Noch vor Ablauf des Wirtschaftsjahres, in dem der Gewinn anfällt. Deshalb ist es wichtig, eine Gewinnprognose für das laufende Geschäftsjahr zu haben, damit Sie rechtzeitig investieren können.

> Wie wird der Gewinnfreibetrag geltend gemacht?

Der Gewinnfreibetrag ist in der Steuererklärung des jeweiligen Wirtschaftsjahres zu beantragen. Wirtschaftsgüter und begünstigte Wertpapiere sind in einem Verzeichnis auszuweisen. Bei einem Gewinn bis € 30.000 wird der Grundfreibetrag automatisch bei der Erstellung des Einkommensteuerbescheides zuerkannt.

> Kann man sein bestehendes Depot für Wertpapierkäufe im Rahmen des Gewinnfreibetrages mitverwenden?

Nein. Denn bei Depots, die betrieblichen Zwecken dienen, darf die Bank keinen automatischen Verlustausgleich durchführen. Daher sollte man ein separates Depot für die Wertpapiere führen, die zur Geltendmachung des Gewinnfreibetrages gekauft wurden.

> Und wenn das begünstigte Vermögen vor Ablauf von 4 Jahren ausscheidet?

Ein vorzeitiges Ausscheiden hat in der Regel eine Nachversteuerung zur Folge. Das bedeutet, dass der ursprüngliche Freibetrag den aktuellen Gewinn erhöht. Geht ein Wirtschaftsgut durch höhere Gewalt (z.B. Unfall, Diebstahl) unter, gilt dies nicht. Werden begünstigt angeschaffte Wertpapiere verkauft oder vorzeitig getilgt, kann man in der Regel bestimmte andere Wertpapiere als Ersatz beschaffen.

 
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Hinweis: Die Angaben und Berechnungen stellen keine Anlage-, Rechts- oder Steuerberatung dar. Bei allen Geldanlagen können sich für Anleger steuerliche Verpflichtungen ergeben, die von den jeweiligen persönlichen Verhältnissen des Kunden abhängen. Allgemeine Steuerinformationen können daher nicht die individuelle Beratung des Anlegers durch einen Steuerberater ersetzen. Für die Richtigkeit, Aktualität und Vollständigkeit der rechtlichen und steuerlichen Inhalte wird keine Haftung übernommen.